Meine lebendige und farbenprächtige Passion

Zuchtbericht Veilchenastrild

2020

Zuchtvolieren

Das Paar Veilchenastrilde lebt in einer Voliere, gemeisamt mit einem Paar Dybowski Tropfenastrilde, Tüpfelastrilde sowie eine Paar Binsenastrilde. Die verschiedenen Vogelarten verstehen sich gut und bauen an unterschiedlichen Stellen ihre Nester.  Die Voliere ist sehr gut strukturiert und bietet den verschiedenen Arten genügend Versteck- und Nistplätze. Mindestens alle zwei Tage hatten die Vögel eine Badegelegenheit, welche ausgiebig genutzt wurde.

Direkt an der Volierenwand fand das Paar Veilchenastrilde den scheinbar geeigneten Neststandort. Freistehend mit viel braunen und weissen Kokosfasern wurde ein rundes Nest mit kurzer Einschlupfröhre nach oben erstellt. Zur Auspolsterung wurden viel von Sharpie und weisse Federn verbaut. So wie ich das interpretiere, wurden auch während der Brut immer wieder Federn ins Nest eingetragen.

Wann der genaue Brutbeginn war, kann ich nicht sagen. Nach ca. 14 Tagen sah ich nach einer rein zufälligen Kontrolle (von ausserhalb der Voliere) etwas Schwarzes im Nest bewegen. Da in der selben Voliere wie beschrieben auch Dybowski Tropfenastrilde brüten, konnte das Futterangebot nicht speziell auf die Veilchenastrilde ausgerichtet werden. So standen allen Vögeln Grundfutter, rote Kolbenhirse, gekeimtes Grundfutter angereichert mit Buffalos und Pinkies, Eifutter und Enchyträen zu Verfügung. Sporadisch fütterte ich Vogelmiere. Erstaunlicherweise, hörte ich vom Nachwuchs keinen Ton. Sobald ich in den Zuchraum kam, waren beide Alttiere draussen. Umso erstaunter war ich, als am 13. Mai plötzlich ein kleiner Veilchenastrild in der Voliere flog. Bereits geschickt im Geäst unterwegs und gut befiedert. Nach weiteren zwei Tagen konnte ich dem kleinen Kerl seinen Züchterring anlegen. Aufgrund der Nestbauart und aus Furcht, dass die Eltern das Nest verlassen, verzichtete ich klar auf Nestkontrollen und Beringungsversuche während der Nestlingszeit. Nun hoffe ich, dass der kleine Kerl selbständig wird und weiterhin gut von den Eltern versorgt wird. Leider hat es nicht geklappt. Der kleine wurde wahrscheinlich zu wenig gefüttert, da die Eltern bereits wieder mit dem nächsten Gelege beschäftigt sind.



So wars; nach exakt 14 Tagen Brutzeit schlüpften zwei Junge. Sie wurden sehr gut versorgt. Nach 18 Tagen verliessen die Kleinen das Nest. Schon gut befiedert bewegen sich die beiden im Geäst und werden von den Eltern gefüttert. Nun hoffe ich, dass die beiden es schaffen werden...(Stand: 20. Juni 2020)